Happy Valentine

Mein geliebtes Zuckerschnäuzelchen,

kannst du dich noch an unseren ersten gemeinsamen Valentins-Tag erinnern? Wir haben damals beide einen Tag Urlaub genommen und diesen eng umschlungen vor dem Schwedenofen deiner Mutter verbracht. Eingehüllt in unseren cremefarbenen, zu den Badezimmerkacheln passenden Wohlfühlbademantel, haben wir bei einer Tasse Milch mit Honig stundenlang der knisternden Melodie des Obi-Brenners gelauscht. Seither war jeder Valentinstag für uns etwas ganz Besonderes. Obwohl keiner von uns beiden genau weiß, wer oder was Valentin ist und warum man sich an diesem Tag gegenseitig mit Blumen und Konfekt überschüttet. Valentinstag – ja, das war einfach wie Einkommenssteuer-Rückerstattung und Kegelausflug zusammen. Ein warmer Moment.

Seit unserem ersten gemeinsamen Blumentag haben wir einige Schwedenöfen hinter uns gelassen. Dennoch ist der Feiertag der Floristen bis heute ein wichtiges Ereignis für uns geblieben. Aus diesem Grunde habe ich mir für dieses Jahr etwas ganz ausgefallenes überlegt. Eine Party. Ein Freudenfest für dein vegetatives Nervensystem. Ein Platz, an dem es explizit gewünscht ist eine dicke Lippe zu riskieren. (s. Gutschein anbei).

Anzeige aus der Metro New York, 09. Februar 2010

Ich bin gespannt wie es dir gefällt. Der Musikstil der Party wird im mitgelieferten Werbeprospekt als „neurotoxisch“ beschrieben. Lassen wir uns also überraschen. Wenn es dir Spaß bereitet können wir schon bei der ersten Veranstaltung auf diverse Folge-Events upgraden. Die bieten zum Jahreswechsel beispielsweise ein pompöses Wochenende im Silicon Valley an. Inklusive individuell wählbarer Kissengröße. Was es damit allerdings auf sich hat ist mir bislang Schleierhaft. Na ja, Hauptsache Daunen.

In tiefster valentinischer Verbundenheit,

Dein Mäusezahntiger

Valentine’s Day – Tradition oder Marketing Gag?

Die Tradition des Valentinstags wird oft auf die Legende des Bischofs Valentin von Terni zurückgeführt. Ein Bischof, der im dritten Jahrhundert nach Christus auch Soldaten das Sakrament der Ehe spendete, obwohl diese auf kaiserlichen Befehl nicht heiraten durften. Auf Grund seiner Zuwiderhandlungen gegen die Krone wurde Valentin von Terni am 14. Februar 269 enthauptet.

Die Popularität des Datums im angelsächsischen Bereich beruht auf dem Gedicht „Parlament der Vögel“ des englischen Schriftstellers Geoffrey Chaucer. In dem Gedicht von Chaucer wird dargestellt, wie sich die Vögel zu eben diesem Feiertag um die Göttin Natur versammeln, damit ein jeder einen Partner finde.

Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die „Neue Welt“. Nach dem zweiten Weltkrieg kam dieser Brauch durch US-Soldaten nach Deutschland. 1950 veranstaltete man in Nürnberg den ersten „Valentinsball.“

Allgemein bekannt wurde der Valentinstag durch die danach verstärkt einsetzende Werbung der Floristen und der Süßwarenindustrie.





Advertisements

2 Responses to Happy Valentine

  1. Ossi says:

    Hi Thomas, schick mir mal ‘ne Dosis oder drei!

  2. elissah78 says:

    http://www.pollphin.de/page/poll/myPollphin.html

    Viel Spaß dabei. Man muss sich nicht registrieren, einfach nur abstimmen, wenn ihr Lust habt. Gruß

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: